Das Leben des Künstlers Ludwig Richter


Adrian Ludwig Richter wurde 1803 geboren. Sein Vater – selbst Zeichner und Kupferstecher – nahm den Sohn im Alter von zwölf Jahren in die Lehre. An der Kunstakademie in Dresden erhielt er ein Stipendium und konnte dort weitere künstlerische Erfahrungen sammeln.

800px-Ludwig_Richter_(August_Kotzsch)1820/21 wurde Richter die große Ehre zuteil, einen russischen Fürsten auf dessen Frankreich-Reise zu begleiten. Ludwig Richter betätigte sich dabei als Zeichner: Der Fürst machte die so entstandenen Bilder der russischen Zarin zum Geschenk. Nachdem Richter von 1921 an drei Jahre in Dresden verbracht hatte, zog er für weitere drei Jahre nach Rom. Hier wurde der Grundstein für seinen ganz eigenen Stil gelegt: Die Landschaftsmalerei fand ihren Weg zu Richter, der in seinen Bildern Idealen wie der Harmonie zwischen Mensch und Natur einen Platz schenkte. Während dieser Zeit entstanden bedeutende Kunstwerke des Künstlers.

Zurück in Deutschland erhielt er 1826 eine Stelle als Lehrkraft an der Kunstakademie in Dresden. Vor allem die Elbe inspirierte in dieser Zeit seine Arbeit. Von 1828 an lehrte er zudem an der staatlichen Zeichenschule in Meißen. Dort unterrichtete er auch den deutschen Landschafts- und Architekturmaler Johann Gottfried Pulian.

Bekannt wurde Ludwig Richter jedoch vor allem durch seine Holzschnitte, die der Illustration von Büchern dienten. Etwa 150 Bücher illustrierte der Maler. Seine hierzu verwendeten Holzschnitte fertigte er ab 1837 und erreichte bis 1842 dadurch einen hohen Bekanntheitsgrad. Noch heute gilt eines der Bücher, für das Richter Holzschnitte anfertigte, als ein Meisterwerk der Zeit: Eine Sammlung von Volksmärchen aus dem Jahre 1842. Auch Veröffentlichungen von Goethe und Schiller wurden mit Richters Arbeiten geschmückt. Hier finden Sie Ludwig Richter Leinwandbilder.

1855 erhielt Richter auf der Weltausstellung in Paris als besondere Auszeichnung eine goldene Medaille für eines seiner Gemälde. Doch bereits acht Jahre zuvor war sein letztes Gemälde mit dem Titel „Im Juni“ entstanden – der Monat, in dem er 1884 schließlich starb.