Portrait-Fotografie


Die passende Location

Schon im Vorfeld ist der Porträtfotograf mit prüfendem Blick auf der Suche nach geeigneten Orten. Dabei stellt er sich die zukünftigen Fotos vor; er fragt sich, wie er die ausgesuchte Umgebung nutzen soll und zu welcher Zeit des Tages das beste Licht vorherrscht.
Dabei ist die allgemeine Atmosphäre nicht wichtig. Schließlich sind Porträtaufnahmen keine Panoramabilder. Von Interesse sind die feinen Details, über die auch scheinbar langweilige Orte verfügen.
Interessante Locations kann man sich notieren. Mit kleiner Blende und großer Brennweite entstehen schöne Porträts auch an unspektakulären Orten. Für unruhige Hintergründe eignet sich das weiche Bokeh von Offenblenden.

Das Licht

Schön werden Porträtaufnahmen frühmorgens oder bei Sonnenuntergang. Dann formt das angenehme, weiche Licht nicht nur Landschaften, sondern auch Personen und Gesichter.
Man sollte lustig zwischen Perspektiven, Tageszeiten und Kameraeinstellungen wechseln. So bezaubern beispielsweise gegen die Sonne aufgenommene Porträts mit Silhouetten voller Kontrast.
Kombinationen des Sonnenlichts als Haarlicht mit einem einfachen Reflektor oder Blitzer, der sich nicht an der Kamera befindet, sorgen für lebendige Aufnahmen – ein ebenso professionelles wie simples Licht-Setup.

Die Cheese Lüge

Statt des gezwungenen „Cheese“ – dadurch entsteht oft eine Art Karikatur vom Foto – ist ein echtes Lachen gefragt. Bei gelöster Stimmung kommt es automatisch auf – auch wenn es nur ein kleines Lächeln in den Fotopausen ist. Gottseidank ist die Kamera immer bereit … Gezeichnete Karikaturen gibt es nach dem Vorbild von Portraitfotos übrigens unter http://www.karikaturvomfoto.com/.

Die richtigen Kameraeinstellungen

1. Keine Verformungen:
Lange Brennweiten sind wichtig; der Zoom ist das A und O. So entstehen natürliche Proportionen.
2. Unschärfen vermeiden:
Die entstehen bei schlechtem Licht. Entweder geht man zum helleren Ort oder man rückt das Licht zur Person, wenn die Bilder beginnen, unscharf zu werden.
Empfohlen werden Belichtungszeiten von mindestens Kropfaktor x Brennweite. Der ISO-Wert sollte bei 100, also niedrig liegen.
3. Natürliche Farben:
Spätestens, wenn ein Foto orange oder blau aussieht, sollte die Option Weißabgleich genutzt werden: Dabei wird die Farbe entweder in Richtung Orange oder blau verschoben – für eine natürliche Hautfarbe.
4. Bildbearbeitung:
Damit erhalten Porträtfotos ein Feintuning: Lebendige Farben und schöne Kontraste sind die Ziele der Bearbeitung. Wer seine Bildbearbeitungssoftware selektiv ausnutzt, freut sich am Ende über die schönsten Porträts.

Unter http://www.prophoto-online.de findet ihr auch super Profitipps wie man richtig fotografiert.